Geld

Geld macht glücklich!

Ich rede unglaublich gerne über Geld und wie man es vermehren könnte. Geld ist neben Krankheiten und Sport mein liebstes Hobby. 😉 Deswegen konnte ich mich neulich am Kaffeetisch mit Familie und Bekannten mal wieder nicht zurückhalten.

Die Reaktionen: „Ich habe keine Lust über Geld nachzudenken, ich weiß doch eh nicht was morgen ist. Ich lebe jetzt und mir geht es doch gut. Sei dankbar für das was Du hast.“ Ein Familienmitglied stellte gar meine Lebensfreude infrage weil ich mir „zu viele Sorgen über die Zukunft“ machen würde und das wäre ja nicht gut.

Der Preis der Bequemlichkeit

Das sichtbare Ergebnis dieser (in meinem Umfeld weit verbreiteten) Einstellung sind Frauen in langjähriger Ehe, die weder eigenes Geld, noch die geringste Ahnung von Finanzen haben.

Ich kenne ein Ehepaar, da zahlt der Mann seiner Frau ein Taschengeld zu ihrer Mini-Rente. Leider muss sie immer ein bisschen betteln wenn sie zum Beispiel eine neue Bratpfanne braucht und ihn mühsam überzeugen, dass diese Anschaffung notwendig ist. Nach Geld für Kleidung oder Kosmetik zu fragen lässt sie deshalb meistens gleich sein.

Oder meine ehemalige Nachbarin: Sie wohnt mit ihrem Mann zusammen im gemeinsamen Haus, obwohl die Ehe schon lange am Ende ist und die beiden sich nichts mehr zu sagen haben. Im Trennungsfall müsste das Haus aber verkauft werden und dann wäre die einzige Immobilie weg. Also harren beide seit Jahren in dieser Situation aus.

Das ist der Preis der Bequemlichkeit. Das passiert wenn man glaubt, es wird schon alles irgendwie werden und keine Lust hat, sich mit den eigenen Finanzen zu beschäftigen. Wer kein Geld hat ist abhängig von anderen – egal ob vom Ehepartner oder vom Sozialtaat – und ist diesen ausgeliefert.

Macht Euch schlau!

Leider hatte ich selbst in finanziellen Dingen viel zu lange keinen Plan. In meinem Elternhaus habe ich nichts über den Umgang mit Geld gelernt, außer wie man es für Konsumgüter verprasst. Mein Vater starb früh und meine Mutter ist eine von diesen bereits erwähnten, finanziell unselbständigen Frauen. Ich bekam also permanent ein schlechtes Beispiel vorgelebt. Das Thema Finanzen interessierte als junger Mensch auch nicht genügend, um mich aus eigenem Antrieb damit zu beschäftigen.

Als ich zum Studieren in eine andere Stadt gehen wollte, musste ich mich schließlich mit dem ungeliebten Finanzthema auseinandersetzen. Leider gab es bei meiner Mutter zuhause keinen Internetanschluss und meine einzige Informationsquelle war der Berater bei der Bank. Auf ihn habe ich mich jahrelang verlassen. Er ist zwar ein supernetter Typ, aber er hat mir natürlich nur die Produkte seiner eigenen Bank verkauft. Zu allem Überfluss habe ich mir ein paar Jahre später von einem anderen Finanzberater auch noch eine Lebensversicherung andrehen lassen. Im Nachhinein wäre es schlauer gewesen, ich hätte mich selbst informiert!

Deshalb macht Euch selbst schlau! Eine kostenlose Beratung von Banken und Versicherungen ist niemals objektiv. Die Berater arbeiten stets gewinnorientiert – sie wollen und müssen an Euch verdienen. Genauso wie bei der Ernährung solltet Ihr auch beim Thema Finanzen niemals die Kontrolle abgeben. Gute Informationen zu bekommen ist heute dank Internet viel einfacher als früher. Es gibt zum Beispiel tolle Blogs zum Thema Finanzen. Empfehlen kann ich Euch die Übersicht auf Finanzblogroll. Ich konnte viele wertvolle Tipps aus diesen Blogs ziehen und das Beste ist, das Lesen hat richtig Spaß gemacht.

Mein eigener Weg

Nach einigen Umwegen und mehreren Jobwechseln bin ich in der komfortablen Situation, einen sicheren und gut bezahlten Job zu haben. Einen Teil des verdienten Geldes investiere ich in Aktien, Fonds und Immobilien. Mein Ziel ist es, aus Kursgewinnen, Dividenden und Mieteinnahmen ein zusätzliches Einkommen zu generieren. Meine Lebensversicherung habe ich letztes Jahr gekündigt. Nachdem ich diese über ein Jahrzehnt bespart hatte, habe ich dank der horrenden Versicherungsgbühren weniger ausgezahlt bekommen als ich eingezahlt hatte.

Wie so oft im Leben lernt man viele Dinge erst durch eigene Erfahrung. Beim Kauf meiner ersten Eigentumswohnung war ich ebenfalls ziemlich unbedarft. Deshalb verdiene mit der Wohnung heute weniger Geld als bei besserer Planung möglich gewesen wäre. Dennoch bereue ich den Kauf nicht. Ich habe die Wohnung gekauft obwohl ich Angst vor diesem Schritt hatte. Ich hatte Angst, so einen hohen Kredit abzahlen zu müssen. Ich hatte Angst, der Verkäufer könnte mich über den Tisch ziehen und die Eigentumswohnung wäre eine in Wahrheit eine Schrottimmobilie. Und ich hatte Zweifel, ob ich dem Umgang mit Mietern gewachsen wäre.

Fünf Jahre nach dem Kauf kann ich sagen, dass sich meine Ängste nicht bestätigt haben. Zwar hat mich die Wohnung und Ihre Vermietung einiges an Zeit und Nerven gekostet, aber ich habe eine gewisse Routine entwickelt und lasse mich nicht mehr so leicht stressen. Mittlerweile habe ich sogar eine zweite Wohnung, die ich rentabler vermiete als die erste. Ich bin stolz auf mich, dass ich das durchgezogen habe. Auch für die nächsten Immobilienkäufe habe ich eine Strategie, die Kauf und Vermietung rentabler machen und meinen persönlichen Aufwand reduzieren sollen. Ich werde hier im Blog auf jeden Fall berichten.

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