Alopezie-Hypothese 4 – Der Ketchup-Flaschen-Effekt

Im letzten Teil meiner Alopezie-Serie betrachte ich das Absterben der Haarfollikel aus einer evolutionsbiologischen Perspektive. Sie stammt aus dem Buch „I Broke the Mystery of Male Pattern Baldness“ von Monico Mercado, PhD (1) und offenbart das große Dilemma, in dem wir und vor allem unserer Kinder heute stecken. Gleichzeitig ist sie ein Hoffnungsschimmer, dass wir unseren jungen Männern den Haarausfall durch das richtige Verhalten ersparen können.

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Alopezie-Hypothese 3 – Entzündungen

Kahlköpfige erkranken häufiger am Herzen – so lautet das Ergebnis einer Übersichtsstudie mit insgesamt knapp 37.000 Probanden. Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen andro-genetischer Alopezie und koronaren Herzkrankheiten wie Herzinfarkt, Angina Pectoris oder Erkrankungen der Herzkranzarterien. Demnach haben bereits junge Männer mit fortgeschrit-tenem Haarausfall ein höheres Risisko für Herzerkrankungen als Männer mit vollem Haar. Interessanterweise war der Zusammenhang statistisch nur signifikant, wenn sich die Haare im Scheitelbereich lichteten. Bei einer reinen Stirnglatze war die Korrelation weniger eindeutig.

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Alopezie-Hypothese 2 – Östrogenüberschuss

Es herrscht die weit verbreitete Ansicht, der typisch männliche Haarausfall würde durch einen besonders hohen Testosteron-Spiegel ausgelöst. Eine Vermutung, die auf den ersten Blick nicht ganz abwegig ist. Schließlich findet man auf der kahlen Kopfhaut betroffenener Männer große Mengen an Dihydrotestosteron (DHT) – einem potenten Steroidhormon, welches der Körper aus Testosteron mittels des Enzyms 5-Alpha-Reduktase herstellt. Der Rückschluss, dass der lokal erhöhte DHT-Spiegel aus einem hohen Testosteron-Spiegel resultiert, ist allerdings falsch.

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Alopezie-Hypothese 1 – Energiemangel

Im ersten Teil meiner Artikelserie konntet Ihr lesen, warum genetische Ursachen und ein männliches Steroidhormon für die Alopezie-Epidemie bei Männern verantwortlich gemacht werden. Ich schreibe bewusst von einer Epidemie, denn tatsächlich sind ab einem gewissen Alter beinahe 100 % aller hellhäutigen Männer von der androgenetischen Alopezie in unterschiedlichen Schweregraden betroffen. Bei jeder vierten hellhäutigen Frau über 60 lichtet sich der Schopf ebenfalls und zeigt das typische Muster des sogenannten erblich bedingten Haarausfalls. Es erscheint zumindest zweifelhaft, eine derart hohe Prävalenz nur über Vererbung erklären zu wollen.

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Alopezie

Alopezie – Schicksal oder Krankheit?

In meiner Kindheit in den Achtziger Jahren war Haarausfall etwas, was in meiner Wahrnehmung nur alte Männer betraf. Junge Männer mit Glatze kannte ich hauptsächlich aus dem Fernsehen, wo sie dann meistens irgendwelche Bösewichte spielten oder von Menschen, die ihre Haare aufgrund einer schweren Erkrankung verloren hatten. Als ich Ende der Neunziger Jahre mein Abitur machte, gab es in meinem Freundes- und Bekanntenkreis keinen jungen Mann, der von Haarausfall betroffen war. Zumindest war mir niemand aufgefallen. Ich weiß noch wie irritiert ich war, als ich im ersten Semester an der Uni einen Kommilitonen hatte, der mit knapp 20 Jahren nur noch einen Haarkranz hatte, wie ich ihn bis dato „von Opa“ kannte. Nach und nach fielen mir auch andere Studenten mit zum Teil weit fortgeschrittenem Haarausfall auf.

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